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shopmunity.com >> Forenübersicht >> Sonstiges 21.11.2017 20:36

Sonstiges

6 Tipps für Shopbetreiber zur Nutzung von Preisvergleichsportalen

Erstellt am 18.09.2011 16:50:48 von Michael Wolf



6 Tipps für Shopbetreiber zur Nutzung von Preisvergleichsportalen Viele Shopbetreiber nutzen gängige Preisvergleichsportale, um ihre Produkte im Internet zu bewerben. Damit Sie als Shopbetreiber nicht in die Kostenfalle tappen, möchten wir Ihnen ein paar Tipps & Tricks zum Thema Produktplatzierung in Preisvergleichsportalen mit auf den Weg geben. Es geht nämlich insbesondere darum, die richtigen Produkte in den richtigen Preisvergleichsportalen zu platzieren.

Zunächst sollten Sie den Preisvergleich mit maximal 10-20 Produkten über ein paar Monate hinweg testen. Wir möchten hier einige MUSS- und einige SOLL-Kriterien für geeignete Test-Produkte auflisten:

    1) MUSS: Positive Ein-/Ausgaben-Bilanz

    Es gibt unterschiedliche Methoden wie die Preisvergleichsportale abrechnen. Die gängigste Methode die Abrechnung pro vermitteltem Besucher. Sie zahlen also für jeden Besucher, der durch den Preisvergleicher zu Ihrem Shop weitergeleitet wird. Folgende Beispielrechnung sollten Sie unbedingt aufstellen, um bereits eine Vorauswahl an Produkten treffen zu können, die überhaupt für den Preisvergleich in Frage kommen:

    Nehmen wir an, der Preisvergleicher verlangt einen Betrag von ca. 0,30 € pro vermitteltem Besucher. Für 100 vermittelte Besucher entstehen also Kosten von 100 * 0,30 € = 30,00 €. Geht man davon aus, dass von diesen 100 Besuchern im Durchschnitt 5 Besucher eine Bestellung in Ihrem Shop tätigen, würde eine Bestellung 30,00 € / 5 = 6,00 € kosten. Legt man diese (eher überdurchschnittliche) Conversionrate von 5 Prozent zu Grunde, müssen Sie also pro Bestellung nach allen Abzügen (wie z.B. Kosten für Verpackung, Retouren, diverse Fixkosten, etc.) mindestens 6,00 € pro Bestellung verdienen, um kein Geld zu verlieren. Folglich können Sie die Produkte, an denen Sie weniger als 6,00 € verdienen schon einmal ausschließen (mögliche Ausnahme: Cross-Selling-Produkte).


    2) MUSS: Schnell lieferbares Produkt

    Dies ist aus mehreren Gründen essenziell. Die meisten Preisvergleicher zeigen den Lieferstatus mit an. Wenn hier eine Lieferfrist von mehreren Tagen angegeben wird, klicken die meisten Kunden Ihr Angebot gar nicht erst an - das ist schlecht, da so nur wenige Kunden zu Ihnen kommen. Noch schlechter ist aber, wenn ein Kunde auf Ihren Shop klickt und dann abspringt, weil er die lange Lieferzeit erst in Ihrem Shop entdeckt - denn dann haben Sie bereits für den Klick bezahlt. Überhaupt keinen Lieferstatus anzugeben ist erst recht keine Lösung, da die meisten Kunden das Produkt sofort haben wollen und Ihnen so zusätzlich zu den Abspringern auch noch die die Spontankäufer durch die Lappen gehen.
    Ein weiterer Punkt ist, dass die meisten Preisvergleichsportale dem Kunden ermöglichen, die anbietenden Shopbetreiber zu bewerten. Eines der wichtigsten Kriterien bei dieser Bewertung ist die Lieferzeit - und hier wollen Sie doch keine schlechte Bewertung kassieren? Außerdem ist die Lieferzeit neben dem Preis und den Zahlarten eines der wichtigsten Kriterien, über die Sie sich auf der Seite des Preisvergleichers von Ihren Konkurrenten differenzieren können. Diese Chance sollen Sie nutzen!


    3) MUSS: Produkt mit guter Qualität

    Auch hier geht es in erster Linie wieder um die Kundenbewertung. Zwar ist es als Wiederverkäufer / Zwischenhändler nicht Ihre Schuld, wenn ein Produkt schlechte Qualität hat, jedoch spiegelt diese sich meist in den Bewertungen wieder. Also gilt es hier die richtige Auswahl zu treffen. Wenn allerdings Sie selbst Hersteller des Produktes sind und einen Direktvertrieb betreiben, sollten Sie sich die Qualitätsfrage natürlich schon aus ganz anderen Gründen stellen.
    Die Retourenquote sollte ebenfalls möglichst gering sein. Bei den geringen Margen die teilweise über Preisvergleicher erzielt werden, kann Ihnen eine einzige Retoure schnell den Gewinn von 5 oder mehr Bestellungen kaputt machen.


    4) SOLL: Produkt für das Sie einen sehr guten Preis anbieten können

    Damit Sie überhaupt mit anderen Anbietern auf einem Preisvergleichsportal konkurrieren können, müssen Sie natürlich einen günstigen Preis anbieten. Auch hier gilt wie bei Google das Credo möglichst weit oben zu stehen.
    Da in der Regel nach dem Produkt-Preis sortiert wird, haben einige Shopbetreiber ihre Konkurrenten im Produkt-Preis solange unterboten bis Sie die günstigsten Anbieter waren, nur um dann die Kosten bei den Frachtkosten wieder draufzuschlagen. Doch sowohl die Käufer, die dann spätestens bei der Anzeige der Versandkosten in Ihrem Warenkorb abspringen, als auch die Preisvergleicher haben diese Masche bereits erkannt. Bei den meisten Portalen werden deshalb eine oder mehrere Versand-/Zahlarten als Pflichtangaben direkt beim Angebot mit angezeigt - bei seriösen Anbietern auch mit einem maximal erlaubten Höchstpreis

    Anmerkung: Bei den Preisvergleichern ist es im Zweifelsfall sogar erwünscht, wenn ein Kunde wegen zu hoher Versandkosten in Ihrem Warenkorb abspringt, denn dann springt der Kunde zurück auf die Seite des Preisvergleichers und klickt den nächsten Anbieter - und die Kasse klingelt.

    Die Erhöhnung der Versandkosten zu Gunsten des Produktpreises sollten Sie also nur in wenigen Ausnahmefällen (falls überhaupt möglich) einsetzen. Eine Ausnahme ist z.B. wenn Sie mit dem nächstgünstigeren Anbieter im Gesamtpreis nahezu gleichauf liegen, dessen Gesamtpreis sich jedoch im Verhältnis zu Ihrem Gesamtpreis aus niedrigerem Produktpreis und höheren Versandkosten zusammensetzt. Hier können und sollten Sie einen Platz gut machen. Abbildung 1
    Wie Sie im nebenstehenden Screenshot eines bekannten Preisvergleichers sehen können, liegen die Angebote für das Produkt teilweise nur um wenige Cent auseinander. Ein Kunde, der bei Ihnen bereits zu seiner Zufriedenheit bestellt hat, wird hier nicht zur Konkurrenz wechseln, sondern die wenigen Cent gerne in Kauf nehmen und wieder bei Ihnen bestellen. Genau deshalb ist es besonders wichtig, dass der Kunde Sie überhaupt findet. Falls Sie bereits einen großen Kundenstamm haben, sollten also ernsthaft überlegen das Produkt einige Cent billiger anzubieten, um unter den ersten 3-5 Treffern zu stehen.
    Überprüfen Sie den Preis des Produktes in mehreren Preisvergleichsportalen und Sie werden feststellen, dass diese sich noch immer deutlich unterscheiden. Es macht also Sinn den Produktpreis und die Versandkosten individuell für jedes Preisvergleichsportal festzulegen. Es gibt Shopsysteme die genau diese Funktion unterstützen. Je nach Referer (verlinkende Webseite) wird ein anderer Preis im Shop angezeigt. Doch Achtung: Dies kann Wettbewerbswidrig sein und es soll deswegen schon Abmahnungen gegeben haben. Wenn Ihnen das zu risikoreich oder kompliziert ist, können Sie den Preis so gestallten, dass Ihr Produkt zumindest in einem Preisvergleichsportal auf Platz eins steht - nämlich dort wo der Produktpreis am höchsten ist. Ob Sie Ihr Produkt trotzdem auch in den anderen Portalen listen lassen sollten, wenn Sie sich nicht unter den günstigsten Anbietern befinden, gilt es abzuwägen (siehe auch nächster Punkt).


    5) SOLL: Produkt mit Cross-Selling Potenzial

    Wir wollen hier nicht im Detail auf Cross-Selling eingehen, da man damit ein eigenes Buch füllen kann. Trotzdem möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass sich Cross-Selling in Kombination mit Preisvergleichsportalen durch aus lohnen kann.

    Wenn Sie beispielsweise die Erfahrung gemacht haben, dass 30% der Kunden zusätzlich zum bestellten Drucker ein USB-Kabel mitbestellen, dann kann es sich lohnen den Preis des USB-Kabels zu erhöhen, und dafür den Preis des Druckers im Preisvergleichsportal zu senken. Natürlich funktioniert das nur, wenn Sie das USB-Kabel prominent beim Drucker und auf der Bestellseite platzieren.

    Anmerkung: Geben Sie acht auf Onlineshops die Ihre Waren zu Werbezwecken bewusst unter Wert verkaufen. Gerade große Shops mit viel Marketing Kapital sind häufig bereit eine größere Stückzahl an Waren unter Wert zu verkaufen, um nicht für ein Produkt, sondern für die eigene Marke und damit das eigene Image zu werben. Solche Angebote sollten Sie unbedingt identifizieren. Meist sind diese an einem Passus zu erkennen wie z.B. "Nur ein Stück pro Kunde. Angebot gilt nicht für gewerbliche Kunden" oder "begrenzte Stückzahl - nur so lange der Vorrat reicht". Hier können Sie nicht im Preis konkurrieren und sollten die Finger davon lassen.


    6) SOLL: Neuartiges, Nischen-Produkt

    Was haben neuartige und Nischen-Produkte gemeinsam? Meistens ist der Preiskampf (noch) nicht so groß und die "ab-Lager-Lieferbarkeit" ist so gut wie nicht gegeben. Sollten Sie also in der glücklichen Lage sein, ein neuartiges oder Nischen-Produkt in größerer Stückzahl auf Lager zu haben - siehe auch Punkt a) - so kann es sich extrem lohnen dieses in einem Preisvergleichsportal anzubieten.

    Bei neuen Produkten geht es darum den "Reibach" so schnell wie möglich zu machen, bevor andere Shopbetreiber auf den Zug aufspringen. Also benötigen Sie schnell eine hohe Stückzahl an Verkäufen. Genau hier können Ihnen die Preisvergleicher helfen und Ihnen in kurzer Zeit viele Käufer vermitteln. Hinzu kommt, dass die großen Portale meist mit weitaus mehr "SEO-Trust" gesegnet ist als ein kleiner Shop. Das kann bedeuten, dass ein Preisvergleichsportal bereits ein Top-Ranking für ein bestimmtes Produkt bei Google hat, während Ihr Shop noch irgendwo auf Seite 5 herumdümpelt. Von diesem Ranking können Sie aus zweierlei Hinsicht profitieren. Erstens können Sie hier jede Menge interessierte Nutzer abgreifen und zweitens (eher untergeordnet) können Ihnen die relevante Backlinks sogar SEO-technisch nützlich sein.
    Preisvergleicher sind an dieser Stelle meist kostengünstiger als z.B. Google-Adwords. Zwar mag der Klickpreis teilweise teuer sein, jedoch ist die Conversion-Rate in der Regel viel höher, da Nutzer in Preisvergleichsportalen ja schon eine "Kaufabsicht" mitbringen.

    Bei Nischen-Produkten kommt noch hinzu, dass es meist eine Käuferschicht gibt, jedoch von dem Produkt noch gar nichts wissen. Auch hier kann es sich lohnen über einen Preisvergleicher anzubieten, allein um in deren Produktsuche aufzutauchen und die Aufmerksamkeit von Kunden zu erregen.

    Die Überschrift dieses Absatzes könnte auch lauten: "Produkte von denen Sie in kürzester Zeit möglichst viele verkaufen wollen". Ein weiterer Anwendungsfall können also Produkte sein, die Sie unbedingt schnell abverkaufen müssen, weil das Produkt z.B. wegen einer Neuankündigung des Nachfolgemodells in nächster Zukunft einem starken Preisverfall unterliegen wird.

Natürlich gibt es noch viele weitere Kriterien, doch die meisten Produkte erfüllen fallen bereits durchs Raster, weil Sie die Kriterien 1-6 nicht vollständig erfüllen. Neben der Produktauswahl ist die Shop-Optimierung zur Verbesserung der Conversionrate der wichtigste Punkt. Parallel dazu gilt es die Chancen zur Optimierung auf der Seite des Preisvergleichers optimal auszunutzen, dabei jedoch gewisse Regeln nicht zu verletzen, um z.B. Duplicate-Content zu vermeiden. Auf diese Themen werden wir demnächst in einem Nachfolgeartikel genauer eingehen.

Tags: Preisvergleichsportal; Preisvergleich; Shopbetreiber;
Michael Wolf Michael Wolf (Geschäftsführer)
Deutschland shopmunity GmbH
Antwort am 21.10.2011 09:43:30
nehm ich automatisch an den vergleichsportalen teil, auch wenn ich das nicht will????
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